rheinfaktor
Presseinformation
Solider Charme
Mit dem ersten Kunden Sony begann 1996 die Geschichte der Kölner Agentur rheinfaktor. Mittlerweile haben die Experten für IT, Telekommunikation und neue Medien ihre Kompetenzen um die Sparte Lifestyle erweitert. Für die Zukunft rechnen die Rheinländer mit einem beständigen Wachstum.
prmagazin, 06/2002. Graue Reihenhäuser, Lebensmitteldiscounter, asphaltierte Parkplätze und ein riesiges Bordell – das Gelände rund um den Bahnhof Nippes versprüht den öden Charme eines Gewerbegebiets. Umso größer ist die Verwunderung, wenn man das total sanierte Gebäude des alten Schlachthofs in dem nordwestlichen Kölner Stadtteil betritt: Gleich hinter der Eingangstür, im weitläufigen Treppenhaus, hängen großflächige Ölgemälde an den hohen weißen Wänden. Wüsste es der Besucher nicht besser, so könnte er glauben, mitten in einem Museum für moderne Kunst zu stehen. Im zweiten Stockwerk des Gebäudes hat sich die Kommunikationsagentur rheinfaktor eingemietet. Die Firmenräume sind nüchtern und funktional eingerichtet. Grafik, PR und Verwaltung teilen sich ein lichtdurchflutetes Großraumbüro. Die Anfänge von rheinfaktor liegen im Jahr 1996. Damals, zu Beginn des New-Economy-Booms, als Online-Firmen und Start-ups in Deutschland wie Pilze aus dem Boden schossen, wollten auch Nicole Monz und Peter Susewind die Gunst der Stunde nutzen und wagten den Schritt in die Selbstständigkeit. Die beiden hatten sich beim Elektronik-Riesen Sony kennen gelernt, wo die heute 32-jährige Kommunikations- und Werbefachfrau Monz im Marketing und der 37-jährige Geisteswissenschaftler Susewind in der Unternehmenskommunikation arbeiteten. "Zu dem Zeitpunkt taten sich bei Sony ein paar gute Möglichkeiten auf", erzählt Monz. "Wir haben überlegt, was der Konzern outsourcen könnte und haben das dann vorgeschlagen." Schließlich gab Sony den beiden eine Chance. Susewind & Monz, wie die neu gegründete Agentur damals hieß, machte zunächst vor allem klassische Pressearbeit für den Konzern, außerdem betreute sie die deutsche Ausgabe des Kundenmagazins PRO Sony. Der große Name auf der Referenzliste entfaltete bald seine Sog-Wirkung, und in kurzer Zeit gewannen die Kommunikationsberater neue Kunden dazu, vorwiegend aus den Branchen IT, Telekommunikation und Neue Medien.
Faktor Spaß an der Arbeit
1998 erweiterten Susewind und Monz das Angebot: Iris Westermeier, eine ehemalige Kommilitonin Susewinds, hatte bei PR Bonn (heute Weber Shandwick) unter anderem Procter & Gamble und McDonald's betreut. Als dritte Geschäftsführerin brachte sie ihr Know-how aus der Markenbetreuung und -pflege in die Agentur ein. Fehlte nur noch ein passender Agenturname, der den Neuanfang auch nach außen deutlich machte. "Der Name ,rheinfaktor' drückt die emotionale Verbundenheit mit Köln und dem Rheinland aus. Wir leben und arbeiten gern in der Domstadt", erklärt die 35-jährige Westermeier. Im Logo der Agentur symbolisieren zwei parallele Wellenlinien den Rhein, ein "X" steht für den mathematischen Faktor. Innerhalb der Agentur sind Aufgaben und Branchenschwerpunkte klar verteilt: Monz ist für den kaufmännischen Teil und das Controlling zuständig, Susewind betreut hauptsächlich den langjährigen Kunden Sony, Westermeier kümmert sich in der neu entstandenen Unit Lifestyle vor allem um Kunden aus der Kosmetik-Industrie, darunter Cosmopolitan Cosmetics und Douglas. Weitere Kunden aus den Branchen IT und Telekommunikation sowie Neue Medien betreuen Susewind und Westermeier gemeinsam. Den Spaß an der Projektarbeit haben sich alle drei Geschäftsführer bewahrt, auch wenn sie mittlerweile ein Team von fünf fest angestellten PR-Beratern, zwei PR-Assistentinnen und zwei festen Grafikern leiten. Von ihren Mitarbeitern verlangen sie Flexibilität und Offenheit. Bei Neueinstellung sind ein Studium und journalistische Erfahrung absolutes Muss. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann an regelmäßigen In-house-Trainings teilnehmen und besucht journalistische Seminare und Schreibwerkstätten für Werbetexter.
Offen für Neuheiten
Arbeitsgruppen stellen die Geschäftsführer je nach Projektumfang aus einem oder zwei Grafikern und einigen PR-Beratern zusammen. Bei Bedarf verstärken vier feste Freie das eingespielte Team. Wie die Betreuung konkret aussieht, stimmen Monz, Susewind und Westermeier mit jedem Kunden individuell ab. "Oft wissen Auftraggeber anfangs selbst noch nicht so genau, in welche Richtung eine Maßnahme gehen soll", erklärt Westermeier. "In einem Workshop arbeiten wir dann zunächst die Ziele des Unternehmens heraus." Bei aller Offenheit für neue technische Entwicklungen und Trends ist Seriosität dennoch oberstes Gebot bei rheinfaktor. Fragwürdige Geschäftsmodelle fallen von vornherein durch. "Ich kann mich noch an einen 21-Jährigen erinnern, der hier zu Boomzeiten der New Economy auftauchte, seine seltsame Geschäftsidee präsentierte und sagte, er habe eine Million Startkapital zur Verfügung. Den Job haben wir abgelehnt. Wir müssen uns mit der Idee und dem Kunden identifizieren können, um gute Arbeit zu leisten", sagt Monz. Vielleicht erklärt die sachlich nüchterne Geschäftsauffassung, warum die Agentur den Zusammenbruch der New Economy mit einem blauen Auge und nur geringen finanziellen Verlusten überstanden hat.
Gesundes Wachstum
Für die Zukunft von rheinfaktor wagt Westermeier eine bescheidene Prognose: "In den nächsten drei Jahren wollen wir noch etwas wachsen, aber vor allem wollen wir unser Leistungsspektrum erweitern." Nachdem die Graphikabteilung jetzt fertig aufgebaut ist, sollen begabte Mitarbeiter für die Event-PR fit gemacht werden. Die Organisation von Messeauftritten mit Journalistenbetreuung und Pressegesprächen soll dann ein vollwertiges Service-Angebot neben strategischer Beratung, klassischer Pressearbeit und Gestaltung sein. Schon heute können Kunden die Leistungen der Agentur auch im Ausland in Anspruch nehmen. In England kooperiert rheinfaktor mit Midnight Communications, in Spanien mit Olaval Comunicaciòn. Ob und in welchem Umfang in Zukunft neue Mitarbeiter eingestellt werden, steht noch nicht fest. "Letztendlich wollen wir eine Agenturgröße von 20 bis 25 Leuten erreichen. Mehr sollen es gar nicht werden", erklärt Susewind. "Sonst können wir uns nur noch um administrative Dinge kümmern. Und dafür macht uns die kreative Arbeit einfach zu viel Spaß."
Christian Jahn
Über rheinfaktor
rheinfaktor – Agentur für Kommunikation GmbH ist eine inhabergeführte Agentur mit den Kernkompetenzen Strategische Beratung, Werbung, Digitale Kommunikation und PR. Unter dem Claim „Auftrieb für Marken“ bietet ein Team von 25 Mitarbeitern den Kunden intelligente Kommunikation. Zum Portfolio gehören u.a. renommierte Marken wie ADAC, Avid, Duales System Deutschland, Essilor, Sandvik Coromant, Parker Hannifin und Vorwerk.
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