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Influencer Marketing

Blogger, YouTuber und andere Meinungsmacher können die Wahrnehmung einer Marke entscheidend beeinflussen. Influencer-Marketing gewinnt deshalb immer stärker an Bedeutung. Was den Trend auszeichnet – und worauf Unternehmen achten sollten.

Influencer Marketing

Sie erreichen Millionen Menschen, setzen Trends und wecken Begehrlichkeiten, gelten als Vorbilder oder als absolute Experten auf ihrem Gebiet: Blogger, YouTube-Stars und andere Meinungsmacher im Netz, auch Influencer genannt. Was sie vor der Kamera oder auf ihrem Blog empfehlen, wird innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller. In den USA gilt Influencer Marketing, also die aktive Einbindung von Influencern in die Marken-PR, daher bereits als „The New King of Content“. In Deutschland wird das Thema allerdings noch sehr zurückhaltend angegangen.

Dabei ist das Potential offensichtlich: Influencer verfügen über eine enorme Reichweite und genießen große Anerkennung und Vertrauen bei ihren Fans. Indem die Influencer ihre Fans auf ein Produkt aufmerksam machen und ihre Leidenschaft dafür öffentlich zeigen, können sie nicht nur die die Verkaufszahlen erhöhen, sondern sowohl die Wahrnehmung als auch die Reputation einer Marke steigern. Doch Influencer Marketing ist kein Selbstläufer. Damit eine Zusammenarbeit erfolgreich ist, muss einiges beachtet werden. 

Voraussetzungen für erfolgreiche Influencer-Kampagnen

Das Wichtigste: Die Kampagne muss authentisch sein. Nichts ist fadenscheiniger, als ein Influencer, der normalerweise für seine quirligen und schrägen YouTube-Clips bekannt ist und der plötzlich einen aalglatten PR-Text vorträgt. Das wirkt unglaubwürdig, plump und kann einer Marke nachhaltig schaden. Ebenso muss sich der Influencer inhaltlich für das Unternehmen eignen. Denn sobald man mit einem Social-Media-Star zusammenarbeitet, wird dieser automatisch zum Markenbotschafter – er muss also von seinem gesamten Profil so perfekt wie möglich zum Unternehmen, seinen Leitsätzen, Idealen und Werten passen. Wenn also beispielsweise Bibi von Bibis Beauty Palace, mit 4,3 Millionen Abonnenten Deutschlands erfolgreichste YouTuberin, auf einmal Werbung für Gartenscheren macht, nützt dem Unternehmen die ganze Reichweite nicht – es ist einfach un-glaubwürdig.

Best Practice: immspired – the bloggers‘ trend show

Um Authentizität und Glaubwürdigkeit zu erreichen, ist es entscheidend, dass jede Kampagne individuell auf das Unternehmen zugeschnitten wird. So haben wir beispielsweise für die internationalen Einrichtungsmesse imm cologne eine Influencer-Kampagne mit den bekannten Interior Design Bloggerinnen Holly Becker von decor8 und Desiree Groenendal von Vosgesparis gestartet. Auf einer jeweils eigenen Inspirationsfläche haben die beiden Bloggerinnen ihre ganz persönlichen Trends präsentiert und schon im Vorfeld darüber gebloggt und den Entstehungsprozess mit ihren Fans geteilt. Ergebnis war eine enorme Reichweite einer überzeugenden Aktion, eben weil Holly und Desiree echte Style-Expertinnen sind und wir ihnen bei der Gestaltung komplett freie Hand gelassen haben.

Die Größe ist nicht immer entscheidend

Es müssen übrigens nicht immer die Top-Größen eines Themenfeldes sein, damit eine Influencer-Kampagne erfolgreich ist. Erfolgsversprechend kann auch die Zusammenarbeit mit sogenannten Micro-Influencern sein – also Influencern mit einer im Verhältnis geringen Anzahl an Followern, deren Engagement dafür überproportional hoch ist. Eine der bekanntesten Plattformen, die Fir-men mit Instagrammern in Kontakt setzt, ist IndaHash. Mit nur wenig Aufwand können Unternehmen dort eine Kampagne starten. Dabei haben die Unternehmen frei Hand, wie die Kampagne aussehen soll – sei es ein Selfie mit dem Produkt, klassisches Product Placement oder Bilder von einem Event, immer mit dem vereinbarten #Hashtag bzw. @Tag. Auch der Themenschwerpunkt und die „Größe“ der Influencer, also deren Follower-Zahl, ist frei wählbar.

Die verhältnismäßig niedrige Follower-Zahl der Micro-Influencer sollte dabei nicht abschrecken, im Gegenteil. Denn Fans eines bestimmten Themengebietes sind in der Regel sehr informiert dar-über, wer sich im Netz alles mit ihrem Thema auseinandersetzt und besuchen nicht nur die Größen der Branche, sondern auch spezifische Influencer. Somit halten sich die Streuverluste der Kampagne gering und durch das Gieskannen-Prinzip ist es auch möglich, eine größere Zielgruppe auf die Marke oder das Produkt aufmerksam zu machen. Und da Micro-Influencer meist sehr engagiert und darauf bedacht sind, authentisch zu wirken, kann man mit wenig Mühe (und Budget) leicht den gleichen Effekt erzielen wie mit den großen Influencern.

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