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Industrie 4.0: Was heißt das eigentlich?

Shared Economy, Big Data und Smart Meter – keine Ahnung, was das bedeutet? Nun, damit steht ihr nicht alleine da, denn die Initiative D21 und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass digitale Begriffe für Viele Neuland sind. Laut dem D21-Digital-Index können z.B. nur 10% der Deutschen erklären, was es mit dem „Internet der Dinge (Internet of Things)“ auf sich hat. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“:

Industrie 4.0: Was heißt das eigentlich?

Bild: Statista über Initiative D21, http://bit.ly/1MWuUod

Dürften dem ein oder anderen die Schlagwörter „Dampfmaschine“, „Massenfertigung“ und „automatisierte Produktion“ noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt vorkommen, könnte die vierte industrielle Revolution, oder auch Industrie 4.0, im herkömmlichen Sprachgebrauch schon eher für Achselzucken sorgen.  Mit dem Web offiziell erst bei 2.0 angelangt – und das mittlerweile in vielen Wohnzimmern –, wurde der Begriff Industrie 4.0 in der Branche bereits 2011 ins Gespräch gebracht. Als zentraler Industrie-Trend gehört er dort derzeit zu den am häufigsten diskutierten Buzzwords. Das finden wir im Zusammenhang mit unseren Kunden AkzoNobel, GEDORE, msg systems, Parker Hannifin, Sandvik Coromant und Sihl besonders spannend und haben uns das Ganze einmal genauer angeschaut. 

Es lässt sich relativ schnell feststellen, dass die vierte industrielle Revolution ihren „prominenten“ Vorgängerinnen in nichts nachsteht. Geprägt durch die bahnbrechenden Entwicklungen der letzen drei Jahrhunderte, digitalisiert und vernetzt sie als sog. Industrie 4.0 Maschinen, Produkte und sogar Prozesse. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, dass sie die industrielle Fertigung völlig verändert. Arbeiteten Produktion, Lieferanten und Kunden gestern noch parallel nebeneinander, werden morgen Maschinen und Produkte, Lagersysteme und Betriebsmittel in der Fabrik der Zukunft miteinander vernetzt. Mehr noch, Bauteile und Produkte wachsen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu intelligenten Objekten heran, die sich eigenständig den effizientesten Weg durch die Supply Chain bis zum Kunden suchen. Mit der Hilfe von Barcodes, RFID-Chips oder Sensoren gelangen sie zur richtigen Zeit in der richtigen Zusammensetzung an den richtigen Ort und verschmelzen im Internet der Dinge (und Dienste) zu sog. Cyber-Physischen Systemen (CPS) zusammen. 

Manch einer mag sich fragen, was das für eine Welt ist, in der physikalische und virtuelle Grenzen miteinander verschmelzen. Wir finden, definitiv eine smarte – denn genau hier sind einige unserer Kunden aktiv daran beteiligt, mit ihren intelligenten Lösungen und Produkten die Industrie 4.0 weiter voranzutreiben.

Willkommen in der Fabrik der Zukunft! Wir bei rheinfaktor sind schon mittendrin.

Ihr findet dieses Thema genauso spannend wie wir und wollt mehr darüber erfahren? In unserem Glossar haben wir euch die wichtigsten Begriffe zusammengefasst:

Cyber-Physische Systeme (CPS)
CPS sind Verbünde aus softwaretechnischen Komponenten, mechanischen und elektronischen Teilen, die über eine Dateninfrastruktur kommunizieren und untereinander und in das Internet vernetzt werden. Mithilfe von Sensoren verarbeiten diese Systeme Daten aus der physikalischen Welt und machen sie für netzbasierte Dienste verfügbar, die durch Aktoren direkt auf Vorgänge in der physikalischen Welt einwirken können. (Quelle: Ideen 2020)

Cyber-Physische Produktionssysteme (CPPS)
CPPS sind Cyber-Physische Systeme (CPS), die in der produzierenden Industrie zur Anwendung kommen.

Industrie 4.0
Industrie 4.0 meint im Kern die technische Integration von Cyber-Physischen Systemen in die Produktion und die Logistik sowie die Anwendung des Internets der Dinge und Dienste in industriellen Prozessen – einschließlich der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Wertschöpfung, die Geschäftsmodelle sowie die nachgelagerten Dienstleistungen und die Arbeitsorganisation.

Diese Definition ist von der Plattform Industrie 4.0, einem gemeinsamen Projekt der Verbände BITKOM e.V., VDMA e.V. und ZVEI e.V. entwickelt worden.

Intelligente Objekte – Smart Objects
Intelligente Objekte, auch „Smart Objects“ genannt, sind Objekte, die Informationen erfassen und speichern und mit anderen Gegenständen, Systemen oder mit Menschen interagieren. Smart Objects können in andere Objekte eingebettet sein und Daten über Sensoren erfassen, aber ebenso Steuerfunktionen über Aktoren ausführen. Sie können erfasste Daten in den Informationsfl uss einfl ießen lassen und mit anderen Gegenständen im Internet der Dinge kommunizieren. (Quelle: IT Wissen)

Internet der Dinge
Im Internet kommunizieren User miteinander und nutzen die angebotenen Informationsund Mail-Services, geschäftliche Aktivitäten wie E-Commerce oder Online-Shopping, tauschen Daten aus oder nutzen Ressourcen gemeinsam. Im Internet der Dinge dagegen kommunizieren Dinge beziehungsweise intelligente Objekte miteinander. (Quelle: IT Wissen)

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